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Vögel zum Vogelhaus locken – ein kleiner Ratgeber

Da steht das Vogelhaus. Jedoch - die Vögel kommen nicht. Was tun? Wenn Sie ein paar einfache Dinge beachten, können Sie mit etwas Glück die Vögel ganz einfach zum Vogelhaus locken. Hier zeige ich Ihnen, was Sie tun können, damit das Vogelhaus nicht leer bleibt.

Ein Dreibein-Vogelhaus steht in einem Garten, es sind keine Vögel zu sehen
Noch kein Besuch am Vogelhaus – das kann man ändern!

Zunächst finden Sie Tipps und Tricks, wie man das Vogelhaus richtig eröffnet – denn im Prinzip ist ein Futterhaus ja ein Restaurant für Vögel.

Danach folgen Hinweise, wie man das Vogelhaus im Garten attraktiver macht. Da es auch passieren kann, dass ein Vogelhäuschen auf dem Balkon leer bleibt, gibt es hierfür spezielle Ratschläge.

Hier die kleine Inhaltsübersicht:

Keine Vögel am Vogelhaus – woran kann es liegen?

Wenn keine Vögel zum Vogelhaus kommen, hat das meistens einen einfachen Grund: Die Vögel finden das Vogelhaus (noch) nicht. Wenn man Vögel zum Vogelhaus locken will, sollte man sich daher überlegen, wie man sie auf die Futterstelle aufmerksam machen kann. Hierzu muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Vogelperspektive versetzen.

Für uns Menschen ist es klar: Ein schön gefülltes Vogelhaus ist eine prima Sache für Vögel. Insofern müssten Vögel doch, sobald sie ein Vogelhaus irgendwo erspähen, dieses direkt anfliegen und nachschauen, ob sich darin Futter befindet.

Ein Zaunkönig sitzt auf einer Vorsprung vor blauem Himmel
Ist hier irgendwo ein Vogelhaus? Der Zaunkönig hält Ausschau.

Doch so einfach ist es nicht. So ein Miniatur-Haus auf drei Beinen verbindet ein Vogel nicht automatisch mit „Hier gibt es Futter“. Denn es entspricht nicht seinen Naturinstinkten. Normalerweise suche Vögel ihre Nahrung in der Natur. Der Vogel muss daher erst (kennen-)lernen, dass es auch an dem schnuckeligen kleinen Häuschen Futter gibt. Wie man diesen Lernprozess am besten unterstützen kann, steht direkt hier in den weiteren Absätzen.

Das Vogelrestaurant – die richtige Eröffnung

Der Winter kommt, das Vogelhaus wird aufgestellt. Jedoch – es sind keine Vögel da. Das Vogelhaus bleibt leer, und das leider auch die nächsten Tage und Wochen. Wieso? Die Lösung findet man, wenn man überlegt, wie man sich selbst verhalten würde.

Sie haben Hunger und draußen ist es kalt und ungemütlich. Zu Hause ist der Kühlschrank leer. Zu welchem Restaurant gehen Sie? Vermutlich zu einem in der Nähe, das Sie gut kennen und wo Sie wissen, dass es gutes Essen gibt.

Eine aufgeplusterte Amsel sitzt im Schnee auf einer Hecke
Amsel im Schnee - wer fliegt bei dem Wetter schon gerne unnötig herum…

Genauso machen es die Vögel. Gerade im Winter, wo wenig Nahrung zu finden ist, fliegen Vögel vor allem zu bekannten Futterstellen. Denn jeder Flug kostet Energie und Kraft und will deswegen wohlüberlegt sein. Deswegen besuchen die Vögel vor allem Vogelhäuser, die sie schon kennen. Keine Experimente! Ich vermute, auch Sie haben an einem kalten Wintertag wenig Lust, auf gut Glück nach einem neuen Restaurant zu suchen.

An einem sonnigen Herbsttag sieht es schon ganz anders aus. Da flaniert man gerne durch die Straßen und schaut, was es Neues zu entdecken gibt. Genauso die Vögel! Das Nahrungsangebot ist noch üppig, die Witterung mild. Da durchstreift man gerne die Umgebung nach neuen Futterquellen – und entdeckt das eine oder andere neue Vogelhaus!

Ein Spatz sitzt in einem Getreidefeld und frisst Körner von den Ähren
Vögel sind meistens dort, wo sie reichlich Nahrung finden.

Damit das Vogelhaus im Winter nicht leer bleibt, lautet der erste Hinweis also: Das Futterhäuschen sollte rechtzeitig im Herbst aufgestellt werden, damit die Vögel es entdecken und kennenlernen können. Wer sich im Dezember über regen Besuch an seinem Restaurant für Vögel erfreuen möchte, sollte es bereits gut drei Monate davor aufstellen. Den rechtzeitigen Beginn der Winterfütterung empfiehlt auch der bekannte Ornithologe Prof. Dr. Peter Berthold in seinem Buch "Vögel füttern aber richtig".

Darf es eine Kostprobe sein?

Niemand kauft die Katze gerne im Sack. Vögel schon gar nicht - um einen kleinen Scherz zu machen. Schön ist hingegen, wenn man etwas vorher probieren kann. Besonders erfreulich ist es, wenn einem das Probieren leicht gemacht wird, indem die Kostproben gut sichtbar verteilt werden.

Machen Sie es den Vögeln also einfach! Wenn möglich, verteilen Sie etwas Futter unter dem Vogelhaus, idealweise auf kleinen Holzbrettchen, Tonschalen oder sonstigen Ablagen. Das lockt schon einmal Vögel an, die gerne am Boden nach Futter suchen, wie z.B. die Amsel oder auch Spatzen. Legen Sie auch etwas Futter auf das Dach des Vogelhauses – da ist es viel einfach zu sehen! Oder verteilen Sie etwas Vogelfutter auf einer Mauer in der Nähe, auf Dekorationssteinen oder an der Einfassung eines Beetes.

Nüsse, Beeren, Sonnenblumenkerne und Erdnuss-Stücke liegen auf einem Holzbrett
Wenn das man nicht den Vögeln den Schnabel wässerig macht…

So werden die Vögel viel leichter darauf aufmerksam, dass es bei Ihnen etwas zu fressen gibt. Wenn sich die gefiederten Gäste erst einmal rund um das Vogelhaus tummeln, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie bald auch direkt zum Vogelhaus kommen.

Gewiss, am Anfang muss man sich ein wenig darum kümmern. Es sollte regelmäßig Vogelfutter nachgelegt werden und altes Futter wieder entfernt werden, damit es nicht schimmelt.

Stellen Sie Hinweisschilder auf!

Die Kostproben sind eine gute Sache – doch es kann auch sein, dass sie nicht auseichen, um die Vögel zum Vogelhaus zu locken. Dies ist dann der Fall, wenn sich aus irgendwelchen Gründen die Vögel in dieser Ecke gerade nicht aufhalten. Dann müssen Sie die Werbung für Ihr Vogelrestaurant intensivieren.

Der Tipp mit dem Hinweisschild ist natürlich nur im übertragenen Sinne gemeint. Auch wenn die klugen Raben in Kinderbüchern manchmal Brillen tragen – ein Schild „Zum gutbürgerlichen Vogelhaus“ hilft natürlich nicht. Anders sieht es aber schon aus, wenn in der Umgebung Meisenknödel oder Ringe mit Fettfutter hängen. Solche Futterobjekte in Bäumen und Sträuchern werden fast immer früher oder später entdeckt!

Futtern am Futterring
Blaumeise am Ring mit Meisenknödeln – das Vogelhaus im Hintergrund wird sicher auch bald entdeckt.

Wie geht man hier am besten vor? Nun, idealerweise legt man ein Spur zum Vogelhaus. Hängen Sie am Rand des Gartens Meisenknödel, Futterringe oder sonstige kleine Futterstellen in Bäume, Hecken oder Sträucher. Und auf halben Weg zum Futterhaus dann wieder etwas an geeigneter Stelle. Durch diese großflächige „Werbeaktion“ steigen die Chancen ganz beträchtlich, dass Ihr Garten und damit auch Ihr Vogelhaus als Futterquelle entdeckt werden. Und ist das Häuschen erste einmal gefunden, wird sich rasch weiterer Besuch einstellen.

Das Rahmenprogramm

Wenn man Vögel zum Vogelhaus locken will, sollte man sich auch zur Umgebung des Vogelhauses ein wenig Gedanken machen. Ein schönes Drumherum und ein vogelfreundliches Ambiente erfreuen die gefiederten Gäste natürlich. Folgendes können Sie tun, um Ihren Garten für Vögel deutlich attraktiver zu gestalten:

Vogeltränke

Zunächst die optimale Ergänzung zum Vogelhaus: Die Vogeltränke. Wer futtert, trinkt auch gerne ein wenig dazu. Zudem ist die Vogeltränke auch als Bad und Planschbecken beliebt. Ein Futterhäuschen, bei dem sich eine Vogeltränke direkt in der Nähe befindet, ist damit gleich viel attraktiver.

Eine Blaumeise steht in einer Vogeltränke aus Zink
Eine alte verzinkte Schale als Vogeltränke

Staubbad

Weniger bekannt als die Vogeltränke ist das Staubbad. Bei dem Staubbad - auch Sandbad genannt - handelt es sich um einen flache, oben offene Holzkiste, in die feiner Sand gefüllt wird. Das Staubbad wird von einigen Vogelarten genutzt, um das Gefieder von Parasiten zu reinigen. Oft kann man es bei Spatzen beobachten – die Vögel drücken sich in den Sand, plustern und spreizen das Gefieder und schütteln sich.

Dies dient der Gefiederpflege, denn mit dem Sand wird auch unliebsames Getier aus den Federn geschüttelt. Wenn Sie also ein solches Staubbad in der Nähe des Vogelhauses einrichten, bieten Sie damit ein wertvolles Extra für die gefiederten Gäste an.

Sitzgelegenheiten

Es ist eher selten, dass ein Vogel das Vogelhaus im Direktflug ansteuert. Üblicherweise wollen die scheuen und vorsichten Tiere zunächst einmal schauen und die Lage sondieren. Daher ist es sehr hilfreich, wenn in der Nähe des Futterhäuschens eine Sitz- und Anfluggelegenheit zu finden ist. Das kann ein kleiner Baum oder ein Strauch sein. Dort können die Vögel dann erst einmal auf einem schönen Zweig zwischenlanden, das Vogelhaus in Augenschein nehmen und prüfen, ob auch keine Feinde wie Katzen in Sicht sind. Sollten keine natürlichen Zwischenlandestationen vorhanden sein, kann man überlegen, z.B. mit einem schönen alten knorrigen Ast Abhilfe zu schaffen.

Umgebung

Neben dem Vogelhaus als solchem kommt es natürlich auch auf die Umgebung der Futterstelle an. Das Stichwort ist hier der vogelfreundliche Garten. Ein englischer Rasen und eine sauber geschnittene Buchsbaumhecke mögen zwar gut aussehen - aus Sicht eines Vogels sind sie jedoch wenig attraktiv, bieten sie doch kaum etwas zu fressen.

Ein bunt blühender Naturgarten mit vielen verschiedenen Blumen und Pflanzen
Blumenvielfalt – bald gibt es hier viele Samen für hungrige Vögel

Wünscht man sich mehr Vogelbesuch, ist mehr Naturgarten gefragt. Gräser einmal stehen und blühen lassen, bis sie Samen bilden, Sträucher und verblühte Blumen nicht gleich zurückschneiden, eine Vielfalt an Pflanzen zulassen – mit so einer Umgebung kann man deutlich mehr Vögel zum Vogelhaus locken.

Sonderfall „Balkon“

Das Vogelhaus auf dem Balkon hat es ein wenig schwerer als die Futterstellen im Garten, da es auf dem Balkon für die Vögel nicht ganz so leicht zu entdecken ist. Denn Vögel halten sich natürlich eher in Gärten als auf Balkonen auf – was man aber durchaus beeinflussen kann! Mit etwas Geduld ist es auch auf dem Balkon möglich, regelmäßigen Vogelbesuch anzulocken.

Versetzen wir uns dafür noch einmal in die Rolle eines Vogels, zum Beispiel bekannte und häufige Kohlmeise. Zum guten Teil ernährt sich die Kohlmeise von Insekten und deren Larven. Diese Kleinstlebewesen halten sich vor allem auf Bäumen und Sträuchern auf. Weiter fressen Kohlmeisen Sämereien. Diese kleinen Samenkörner sind ebenfalls an Bäumen und Sträuchern zu finden.

Ein kleines Vogelhaus aus Birkenholz steht auf der Balkonbrüstung
Gut: Das Vogelhaus steht am Rand und ein paar Pflanzen sind auch auf dem Balkon.

Nun wird klar, wieso man Meisen so oft in der ihr typischen Haltung an Ästen und Zweigen sitzen sieht. Sie suchen und finden dort ihr Futter. Daraus folgt ganz einfach: Bäume und Sträucher sind für Meisen interessant. Ich selbst konnte es auf meinem Balkon beobachten: Nachdem dort ein Pflanzenkübel mit Weidezweigen aufgestellt wurde, kamen nach einiger Zeit Meisen vorbei, die die Zweige nach Nahrung absuchten. Je mehr der Balkon begrünt wurde, desto mehr Vögel kamen zu Besuch.

Sodann hängte ich einen kleinen Futterspender von der Balkondecke herab. Nach einiger Zeit entdeckten die Meisen auch diese Futterquelle. Allerdings: Es hat ein wenig gedauert, bis die Meisen verstanden hatten, dass sich in diesem Objekt aus Edelstahl und Plexiglas Futter befindet. Und das ist auch verständlich, sieht das blitzende Gerät doch nur wenig nach Natur aus. Die kleinen Futteröffnungen muss man schließlich erst einmal entdecken.

Besser zum Anlocken ist daher immer noch der klassische Meisenknödel. Denn dieser hängt in den Zweigen und damit den Vögeln direkt vor dem Schnabel. Da ist ein Übersehen schlicht unmöglich.

Ideal ist es also, auf dem Balkon - möglichst dicht am äußeren Rand - eine größere Grünpflanze aufzustellen. In die Zweige werden dann ein, zwei Meisenknödel gehängt. Dann ist die Chance deutlich größer, dass Meisen den Balkon als Futterquelle entdecken.

Haben erst einmal ein paar Meisen Ihren Balkon entdeckt, dürften es mit der Zeit mehr werden und es sollte sich auch regelmäßiger Besuch einstellen. Denn Meisen sind durchaus lernfähig und lernen auch durch Beobachtung. Weiter sind sie offenbar in der Lage, Wissen untereinander weiterzugeben. Und wenn erst einmal die Zweige mit den Meisenknödel gefunden sind, dürfte auch der Weg zu dem Balkon-Vogelhaus nicht mehr weit sein.

Abschließend noch ein Hinweis: Sollten sich dann Nachbarn über den Flugverkehr auf Ihrem Balkon ärgern: Hier finden Sie Hinweise zur Rechtlage, wie es mit dem Vogelhaus auf dem Balkon und den Nachbarn verhält.

Das richtige Vogelfutter

Zu beachten ist natürlich auch, dass das richtige Vogelfutter verwendet und an der richtigen Stelle eingesetzt wird. Zu diesem Thema gibt es einen eigenen Artikel, den ich Ihnen als Ergänzung ans Herz legen möchte: Gutes Vogelfutter.

Wenn man Vögel zum Vogelhaus locken möchte, sollte man daher wissen, wie ihr Lieblingsfutter und Ihre Ernährungsgewohnheiten aussehen. Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Vogelarten, auf der verschiedenen Vögel vorgestellt werden.

Unterschiedliche Nahrungsgewohnheiten bei Vögeln: Körnerfresser und Weichfresser
Körnerfresser Weichfutterfresser
Buchfink Amsel
Grünfink Drossel
Bergfink Star
Kernbeisser Zaunkönig
Zeisig Heckenbraunelle
Stieglitz Baumläufer
Dompfaff (Gimpel) Rotkehlchen
Haussperling (Spatz) Spechte
Feldsperling
Kernbesser
Goldammer

Körnerfresser

Die Körnerfresser erkennt man ihren kräftigen Schnäbeln. Schließlich müssen sie damit so manche Schalen aufbrechen, um an die Samen und Nüsse zu gelangen. Dementsprechend ist ihr Schnabel dicker, kürzer und gedrungener als der von Weichfutterfressern.

Sollen die Körnerfresser das Vogelhaus besuchen, eignen sich hierfür vor allem die bekannten Sonnenblumenkerne. Geeignet sich auch die Samen von Hanf, Mohn und Lein. Weitere Ideen sind Buchweizen oder auch Bucheckern. Will man in Zoohandlungen Futter für die Körnerfresser kaufen, bieten sich die sog. Waldvogelmischungen an.

Weichfutterfresser

Die Weichfutterfresser erkennt man hingegen daran, dass sie eher feinere, spitzere Schnäbel haben. Weichfutterfresser ernähren sich überwiegend von Insekten, Larven, Weichtieren wie Würmer etc. sowie Früchten und Beeren.

Um Weichfutterfresser an das Vogelhaus zu locken, sollte man es mit Trockenobst und getrockneten Beeren, Rosinen, Haferflocken sowie frischen Äpfeln und Birnen bestücken. Frisches Obst sollte jedoch immer im Ganzen angeboten werden, kleinere Stücke frieren im Winter leicht ein und können Schaden anrichten, wenn die Stückchen im Ganzen verschluckt werden. In Zoogeschäften gibt es auch spezielle Futtermischungen für Weichfutterfresser.

Fettfutter ist für alle da

Bei Körner- wie auch bei Weichfutterfressern gleichsam beliebt ist das Fettfutter in Form von Meisenknödeln und Meisenringen. Da aber nicht jeder Vogel so geschickt ist wie die Meisen und am Meisenknödel landen kann, gibt es auch Alternativen:

Ein kleiner Topf mit Fettfutter für Vögel in einer Haltekonstruktion an der Hauswand
Hier ist der Anflug einfach.

Denn Fettfutter für Vögel gibt es nicht nur in Form von Meisenknödeln, sondern - wie hier auf dem Bild zu sehen, in kleinen Töpfchen. Diese lassen sich dann in speziellen Halterungen wie hier einsetzen. Man kann solche Fettfutter-Töpfchen auch in normalen Vogelhäusern integrieren, wenn diese groß genug sind. Wichtig ist dabei eine kleine Halterung, damit die Töpfchen nicht hin- und her rollen. Mit ein paar Holzstückchen und etwas Bastelarbeit lässt sich eine passende Halterung herstellen.

Es gibt natürlich auch Vögel, die beim Futter flexibel sind – das sind die sog. Allesfresser oder Gemischtfresser. Hierzu zählen unter anderem:

  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Haubenmeise
  • Sumpfmeise
  • Tannenmeise
  • Kleiber
  • Buntspecht

Weiter ist die Gruppe der Bodenfressern zu beachten Die Bodenfresser sind zu guten Teilen mit den Weichfutterfressern identisch. Dies liegt daran, dass sie ganz überwiegend tierische Kost fressen wie z.B. Käfer und Regenwürmer, die naturgemäß am Boden zu finden sind. Zu den Bodenfressern zählen unter anderem:

  • Amsel
  • Braunelle
  • Rotkehlchen
  • Star
  • Zaunkönig
Eine Amsel frisst am Boden
Die Amsel liebt es, bequem am Boden zu fressen

Zwar sieht man auch Amseln, die Vogelhäuser anfliegen. Aber mit hängenden Futterobjekten wie Meisenknödel oder Fettringe kann sie natürlich wenig anfangen.

Wenn Sie daher Futterstellen im Garten einrichten, denken Sie auch an die Bodenfresser. Für die Bodenfresser kann z.B. Futter auf einem Brettchen ausgestreut werden, dass idealerweise vor Regen und Witterung geschützt ist. Sie werden sehen, wie viele Vögel sich plötzlich auch am Boden tummeln!

Zuverlässigkeit zahlt sich aus

Sie haben es sicher auch schon einmal erlebt. Man macht sich auf dem Weg zu seinem Lieblingsrestaurant, und da hängt plötzlich ein Zettel in der Tür: „Heute leider geschlossen.“ Wobei doch sonst am Sonntag immer offen war. Spätestens dann, wenn man dies noch an einem anderen Tag erlebt, überlegt man es sich zweimal, ob man noch zu diesem Restaurant geht.

Ein selbstgebautes Silovogelhaus steht vor einem Rhododendron
Silo-Futterhaus: Großer Futtervorrat im „Schornstein“

Genauso verhalten sich die Vögel, insbesondere im kalten Winter. Ein Flug zu einem leeren Vogelhaus ist ein unnötiger Energieverbrauch. Und unnötige Flüge vermeiden Vögel - gerade im Winter. Achten Sie daher darauf, dass in Ihrem Vogelhaus immer Futter zu finden ist. Gerade wenn man nicht regelmäßig Zeit hat, nach seinem Futterhäuschen zu schauen, ist es eine gute Idee, ein sog. Silo-Vogelhaus zu installieren. Bei diesen Modellen kann man einen größeren Futtervorrat wettergeschützt einfüllen und muss so nur in deutlich größeren zeitlich Abständen Futter nachfüllen.

Zusammenfassende Checkliste

Und jetzt noch einmal in Kürze die wichtigsten Punkte, wie man am besten die Vögel zum Vogelhaus lockt:

  • Rechtzeitig im Herbst das Vogelhaus aufstellen
  • Zunächst auch in der Nähe des Vogelhauses kleine Futterproben verteilen
  • Auch an anderen Stellen im Garten Meisenknödel, Futterringe oder Futterautomaten
  • aufhängen
  • Den Garten mit Vogeltränke, Staubbad sowie Anflug- und Sitzgelegenheiten attraktiver machen
  • Mehr Pflanzenvielfalt im Garten zulassen - ein Naturgarten zieht Vögel an
  • Balkon begrünen und Meisenknödel an Kübelpflanzen hängen
  • Passendes und gutes Vogelfutter verwenden
  • Vogelhaus regelmäßig befüllen, ggf. ein Silo-Vogelhaus nutzen
  • … und manchmal etwas Geduld haben :-)

Ich wünsche Ihnen viel Besuch an Ihrem Vogelhaus! Und wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, würde ich mich über ein „Gefällt mir“ freuen. Oder aber teilen Sie den Artikel in Ihrem Netzwerk, damit auch die Vogelhäuser Ihrer Freunde nicht leer bleiben…


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